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Diagnostik


Die Diagnose ist schwer zu stellen - das hat mehrere Gründe:

  • es gibt kein einzelnes, spezifisches Symptom, das eine Diagnose beweisen würde;
  • nur 20% bis 30% der Patienten weisen die typischen kraniofazialen Fehlbildungen (Gesichtsmerkmale) auf;
  • es gibt kein eindeutiges, spezifisches neuropsychiatrisches Profil;
  • es gibt oft keine Informationen über den Alkoholkonsum der Mutter (bei -adoptiv- und Pflegekindern fehlen diese Informationen, bei leiblichen Kindern werden sie oft verschwiegen - "Tabu-Thema" Alkohol);
  • die diagnostischen Kenntnisse der Ärzte, bezogen auf das spezielle Bild von FASD, sind oft nicht ausreichend;


Zur Diagnosestellung wird international, so auch in den meisten europäischen Ländern, der von Susan Astley 2004 entwickelte 4-Digit Diagnostic Code verwendet.

In Deutschland wurde im Jahr 2012 eine Leitlinie S3 zur Diagnoseerstellung entwickelt.

In der Regel erfolgt die Diagnostik durch ein multiprofessionelles Team.

Oft ist ein Genetiker Teil des diagnostischen Prozesses, um genetische Zustände auszuschließen, die ähnliche Anzeichen oder Symptome hervorrufen. Einige Stoffwechselstörungen (z.B. ein Schilddrüsenungleichgewicht), Anfallsleiden, Toxinexposition, einige psychische Probleme und nicht damit zusammenhängende neurologische Probleme wie ADHS können wie FASD aussehen. Aus diesem Grund ist es witchtig, die Selbstdiagnose eines Kindes zu vermeiden und einen Entwicklungskinderarzt oder FASD-Spezialisten aufzusuchen, um eine endgültige Diagnose zu erhalten.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind an FASD leiden könnte und nach einer Diagnose suchen, sollten sie dem Arzt oder der Klinik so viele Informationen wie möglich übermitteln. Dies hilft bei der Diagnose. Das beinhaltet:

  • Vorgeschichte des Alkoholkonsums der leiblichen Mutter, falls möglich;
  • Anamnese der leiblichen Mutter;
  • Fotos der leiblichen Mutter und des leiblichen Vaters, falls vorhanden;
  • Medizinische Aufzeichnungen der körperlichen Untersuchungen Ihres Kindes, einschließlich der Dokumentation des körperlichen Wachstums und der körperlichen Entwicklung Ihres Kindes;
  • Mutter-Kind-Pass Untersuchungen;
  • Krankenakten oder persönliche Notizen von Gesundheitsproblemen, wie Hör- oder Sehstörungen, Muskelschwäche oder Krampfanfällen
  • Krankenakten oder persönliche Notizen über mögliche Probleme des Zentralnervensystems; zum Beispiel ungewöhnliche Logik, Unfähigkeit, sich auf Aufgaben zu konzentrieren oder dabei zu bleiben, Entwicklungsverzögerungen und andere Dinge, die Sie beobachtet haben;
  • Ergebnisse von neuropsychologischen Tests;
  • Schulzeugnisse, die den akademischen Fortschritt und die Probleme dokumentieren;
  • Fotos Ihres Kindes (idealerweise von der Geburt bis zur Gegenwart)


Diagnostik in Österreich:

FASD Diagnostik in Wien seit Jänner 2019

Kooperationsteam Diagnostik:
Dr. Klaus Vavrik, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie www.mediclass.at
Mag.a Stephanie Pfeifer, Klinische Psychologin www.psychologin-pfeifer.online
Katarzyna Nahrebecka, Diplomkrankenschwester

Anmeldungen
per e-mail an fasd-diagnostik@gmx.at
oder telefonisch unter +43 6505544301




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